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Unterstützungsmöglichkeiten für Schüler/innen mit Autismus-Spektrum-Störungen im Regelunterricht

9. November 2019

Frühkindlicher Autismus, atypischer Autismus, Asperger-Syndrom:  was verbirgt sich eigentlich hinter diesen Begriffen? Welche Herausforderungen bringt der Schulalltag für Betroffene mit sich? Und wie können Lehrpersonen, schulische Heilpädagog/innen, Lerncoaches und Psycholog/innen mit den Besonderheiten dieser Kinder/Jugendlichen umgehen und ihnen das Lernen erleichtern?

Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des Vertiefungstages „Unterstützungsmöglichkeiten für Schüler/innen mit Autismus-Spektrum-Störungen im Regelunterricht“ mit Antje Tuckermann.

Zu Beginn unserer Veranstaltung werden die Begrifflichkeiten um das Diagnosenfeld Autismus-Spektrum-Störung (ASS) definiert und aktuelle Entwicklungen dargestellt. Dabei sollen die Teilnehmer/innen für die Besonderheiten von Kindern und Jugendlichen mit ASS sensibilisiert werden und ihr Verständnis für diesen Personenkreis erweitert werden.

Im  Verlauf der Veranstaltung erhalten die Teilnehmer/innen konkrete Hinweise zum grundsätzlichen pädagogischen Umgang. Letztendlich geht es –  ganz im Sinne des Inklusionsgedankens –  darum, für jeden Schüler und jede Schülerin den geeigneten Lernort zu finden beziehungsweise zu gestalten.

Dabei kommt es grundsätzlich darauf an, den pädagogischen Umgang und die eigene Kommunikation auf die Besonderheiten abzustimmen, die eine autistische Wahrnehmung mit sich bringt. Dies gilt für:

  • das schulische Setting und die Lernumgebung
  • die sonstigen Unterrichtsvorbereitungen
  • gezielt gestaltete Einzelmassnahmen (Lerncoaching)
  • die häusliche Situation bei den Hausaufgaben

Besonderheiten in der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung bei Menschen mit einer Autismus Spektrums-Störung führen dazu, dass dieser Personenkreis ganz besonders von strukturierenden und visuellen Hilfen profitieren kann. Auf dieser Erkenntnis basiert der TEACCH®-Ansatz zur pädagogischen Förderung autistischer Menschen, der seit über 30 Jahren in den USA erprobt und weiterentwickelt wird. Structured Teaching, die Strukturierung in der pädagogischen Förderung und im Alltag, gehört daher zu den grundlegenden Elementen der Arbeit nach dem TEACCH®-Ansatz.

Während die „klassischen“ TEACCH®-Strategien bereits relativ gut bekannt sind, fehlt es oft an Anregungen, wie man diese auf kognitiv starke Schüler und Schülerinnen zuschneiden kann. Diese Lücke wollen wir in dieser Veranstaltung schliessen, indem die Teilnehmer/innen konkrete Hinweise und Hilfen zur Entwicklung von Strukturierungsmassnahmen sowie zu deren praktischer Anwendung erhalten. Anhand vieler Praxisbeispiele werden Umsetzungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit Asperger Syndrom aus unterschiedlichen Bereichen der Betreuung und Förderung rund um die „Herausforderung Regelschule“ dargestellt. TEACCH® ist ein ganzheitlicher heilpädagogischer Ansatz, zugeschnitten auf die speziellen Bedürfnisse und den Lernstil von Personen mit einer autistischen Wahrnehmung.

Wir stellen in dieser Veranstaltung die intellektuell stärkeren Schüler mit ASS in den Mittelpunkt, weil deren besonderer Unterstützungsbedarf häufig nicht erkannt und nicht ernst genommen wird. Die Autismus-Spektrum-Störung ist eine unsichtbare Behinderung mit weitreichenden Konsequenzen für die pädagogische Förderung – auch und gerade für Schüler, von denen man aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten erwartet, dass sie in der Lage sein sollten, doch „ganz normal“ in die Schule zu gehen!

Referentin: Antje Tuckermann

Veranstaltungsort

Akademie für Lerncoaching
Albulastrasse 57
Zürich, 8048 Schweiz
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Telefon:
0041-79 79 33 881
Website:
www.weiterbildung-lerncoaching.ch