Förderdiagnostik

Praktisches Training zur Arbeit nach TEACCH: Von der förderdiagnostischen Beobachtung zu individuellen Angeboten

Im Training haben die TeilnehmerInnen Gelegenheit, Strategien des TEACCH-Ansatzes in der praktischen Arbeit anzuwenden. Unter Anleitung arbeiten alle in Kleingruppen direkt mit Kindern oder Erwachsenen mit Autismus. In den praktischen Übungseinheiten können die TeilnehmerInnen Erfahrungen damit sammeln, Aufgaben und Anforderungen individuell zu gestalten und immer besser auf die Person abzustimmen, die sie fördern wollen. Dabei kommt es auf die Gestaltung der Lernsituation genauso an, wie auf die Inhalte der Förderung. Die praktische Arbeit bezieht sich auf unterschiedliche Themenbereiche und umfasst informelle Förderdiagnostik, Entwicklung von Förderzielen sowie die Gestaltung und Anpassung von individuellen Materialien.
Für das praktische Training werden die Kenntnisse aus dem Grundlagenseminar vorausgesetzt

Formelle Förderdiagnostik

Einführung in die drei diagnostischen Verfahren, welche im Rahmen des TEACCH Programms entwickelt wurden:

  •  CARS (Autismus‐Schätzskala),
  •   PEPR/ PEP‐3 (Entwicklungs‐ und Verhaltensprofil für Kinder) und
  •   AAPEP (Entwicklungs‐ und Verhaltensprofil für Jugendliche und Erwachsene)
    Die TeilnehmerInnen lernen die Skalen und Aufgabenstellungen sowie das verwendete Test‐ material kennen und können sich mit deren Anwendung vertraut machen.

Dieses Seminar ist Teil des Lehrgangs zur Förderung von Menschen mit Autismus Spektrum Störung der Diakonie Gallneukirchen.
Nähere Infos zum Lehrgang erhalten Sie über Frau Eder (s.eder@diakonie-akademie.at)

Förderdiagnostik für Menschen mit Asperger Syndrom

Das TEACCH-Programm hat verschiedene Instrumente zur formellen Förderdiagnostik entwickelt, die speziell auf Personen mit Autismus ausgerichtet sind. Doch keines dieser Instrumente eignet sich für Grundschüler und Jugendliche mit Asperger-Syndrom beziehungsweise High-Functioning Autismus. Hier sind wir auf die informelle Förderdiagnostik angewiesen. Unsere Sammlung von Materialien, Aufgabenstellungen und Beobachtungsfragen berücksichtigt verschiedene Fragestellungen im Hinblick auf die Beobachtung autismustypischer Verhaltensweisen und Denkstile für genau diese Klienten. Sie hilft uns im Rahmen unserer Arbeit dabei, innerhalb eines begrenzten Zeitrahmens eine möglichst umfassende und individuelle Förderdiagnostik für ältere Kinder und Jugendliche mit Asperger-Syndrom durchzuführen.

Im Rahmen dieses Seminars werden die Materialien vorgestellt und anhand von Praxisbeispielen oder im Rahmen einer „Live-Förderdiagnostik“ der Umgang und Variationsmöglichkeiten verdeutlicht.

Basistext:

Häußler, Fritzsche, Tuckermann (2013). Praxis TEACCH – Informelle Förderdiagnostik: Ansätze für eine Förderung entdecken. Dortmund: verlag modernes lernen.

Von der formellen Förderdiagnostik zum Förderplan: PEP-R/PEP-3 für Kinder

In diesem Kurs erhalten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, die Durchführung zweier Tests mit dem PEP-R/PEP-3 (auf Video oder live) zu beobachten und diese im Anschluss gemeinsam auszuwerten. Auf der Basis der Untersuchungsergebnisse erarbeiten die SeminarteilnehmerInnen Vorschläge zur Förderung und erstellen für jedes Kind einen Förderplan. Wesentliche Aspekte der Dokumentation von Untersuchungsergebnissen und Förderempfehlungen in Form eines Berichts werden angesprochen.
Voraussetzung ist die Teilnahme an der Einführung in die diagnostischen Instrumente.

Basistext:
Schopler, E., Reichler, R. J., Bashford, A., Lansing, M. D., & Marcus, L. (2000). Förderung autistischer und entwicklungsbehinderter Kinder. Band I: Entwicklungs- und Verhaltensprofil (Überarbeitete Neuausgabe).
Schopler,E., Lansing, M.D., Reichler, R.J. & Marcus, L.M. (2005). Psychoeducational Profile – 3rd Edition (PEP-3). Austin, TX: pro-ed